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Geschichte

Ein konsequenter Schritt von Eltern und PädagogInnen der 68er-Generation war die Gründung unseres Vereins. Große demokratische Ideale hatten uns kritisch und aufmerksam werden lassen und so waren wir bestrebt, auch im täglichen Leben ein praktisches Beispiel für die Umsetzung unserer Ideen zu geben.

Unser vordringliches Ziel war es, Lernen, Wohnen, Arbeiten und Freizeit in Modelleinrichtungen ganzheitlich, selbstbestimmt und integrativ miteinander in Einklang zu bringen.

Unser Anspruch war und ist es, voneinander zu lernen und den immer noch vorherrschenden Ausgrenzungstendenzen entgegen zu wirken. Jeder einzelne Mensch hat Fähigkeiten, die sich in einem fördernden Lern- und Lebensklima entfalten und zu seiner Entwicklung beitragen. Dies war und ist das tragende Motiv unseres Engagements.

Da sich unsere mittlerweile sieben Projekte ausführlich selbst vorstellen, geben wir an dieser Stelle lediglich einen kurzen Überblick der Entwicklung des Vereins und seiner Zielsetzung.

Unser erstes Projekt war die Planung und Realisierung eines innovativen, ganzheitlichen Schulmodells. Dieses komplexe Vorhaben konnte jedoch nicht umgesetzt werden, da vonseiten der Behörden weder Bewilligungs-, noch Finanzierungsrichtlinien vorlagen und die unterschiedlichen Zuständigkeiten der Ministerien damals nicht koordiniert werden konnten.

Das Scheitern dieses Projektes führte im Verein schließlich zur Trennung von „Realos“ und „Idealisten“.

Nach überwundener Enttäuschung entschied sich dann die verbliebene Mehrheit, in ausgesuchten Projekten Schulsozialarbeit praktizierbar und nicht zuletzt finanzierbar zu entwickeln und zu gestalten.

1977 eröffneten wir mit Unterstützung des Lehrkörpers der Tagesheimschule an der Hochstraße und mit Geldern der Robert-Bosch-Stiftung die Beratungs- und Therapiestätte an dieser Schule. Am Ende der zweijährigen Modellphase entstand daraus die Erziehungsberatungsstelle, finanziert vom Jugendamt der Stadt München und der Regierung von Oberbayern, mitgetragen und gewünscht von den Menschen in den Stadtteilen Haidhausen, Au und Giesing.

Im Stadtteil Kleinhadern gründeten wir 1978 das stüps, ein Projekt zur Begleitung bei Fragen der Ausbildungsplatzsuche und zur Problembewältigung bei Jugendarbeitslosigkeit. Auch hier übernahm das Jugendamt die Finanzierung und beauftragte uns, neue Wege der Schulsozialarbeit zu suchen und zu gestalten.

1981 schließlich – der Verein hatte inzwischen bewiesen, dass er engagiert und zuverlässig pädagogische Arbeit leistet – wurde uns von der Stadt München die Trägerschaft eines Freizeitheimes angeboten. Zunächst gab es Bedenken, da wir uns die Einbindung offener Freizeitstätten in unser Konzept von Schulsozialarbeit nicht sogleich vorstellen konnten.

Das unzureichende Angebot für Jugendliche im Stadtteil Blumenau und die Chance, den Jugendlichen und ihrem Umfeld auch außerhalb der Schule Unterstützung und Begleitung in schwierigen Lebenslagen anzubieten, gaben schließlich den Ausschlag, den Treff 21 in Trägerschaft zu übernehmen. Das Jugendamt sicherte wiederum die Finanzierung und stimmte unserem pädagogischen Ansatz ausdrücklich zu. Verbindlichkeit und Verantwortung für die Gestaltung des Hauses, der Gruppenangebote, der Themen, aber auch der Feste werden von uns erwartet und praktiziert. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der geschlechtsspezifische Ansatz.

Die Projektwerkstatt startete – initiiert von unseren Mitarbeitern – im Jahr 1985. Die Grundidee des Vereins, ganzheitliche pädagogische Arbeit durch handwerklich-kognitives Lernen in praxisorientierten Vorhaben an der Schule zu leisten, sollte nun auf einem weiteren Gebiet erprobt werden. Unser ergänzendes Bildungsangebot unterstützt vor allem auch sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, ihre Fähigkeiten zu entdecken.

Die Projektwerkstatt fördert auf kreative Weise Entwicklung und Chancengleichheit. Die Robert-Bosch-Stiftung übernahm wiederum die Finanzierung der Modellphase. Danach sicherte das Schulreferat der Stadt München die weitere Finanzierung.

Die Trägerschaft eines zweiten offenen Freizeitangebotes im Stadtteil Forstenried übernahmen wir 1990. Wieder war unser pädagogisches Konzept ausschlaggebend für die Zusage der Stadt. Das Haus hat neben einem großen Musikübungsangebot heute auch ein offenes Internet-Cafe und bietet die Möglichkeit, sich individuell beruflich und schulisch beraten zu lassen. Das Projekt avancierte inzwischen vom Schülercafe zum Treibhaus.

Seit dem Jahr 1989 hatten wir darüber hinaus für kurze Zeit die Trägerschaft – sprich Organisation und Finanzierung – für das „Starnberger Wochenende“. Die ein- bis zweitägige Fortbildungsveranstaltung diente dem Erfahrungsaustausch und der Begegnung von LehrerInnen, SchülerInnen, SozialpädagogInnen und Eltern.

Immer wieder setzen wir uns in all den Jahren mit neuen Ideen und Konzepten auseinander, von uns entwickelt oder an uns herangetragen. Die Entscheidung, etwas Neues in Angriff zu nehmen, wird nach pädagogischen, finanziellen und ideellen Gesichtspunkten getroffen.

Initiiert von Mitarbeiterinnen des Treff 21 entstand 1996 mira | Mädchenbildung. Ziel war und ist es, Mädchen* und jungen Frauen* mit und ohne Behinderung bei der Bewältigung immer differenzierterer Anforderungen konkrete Hilfestellungen anzubieten.

Um Visionen von feministischer Mädchen*arbeit in die Tat umzusetzen, entstand in der Blumenau ein Mädchentreff*. Mit großem Engagement haben wir uns auf den Weg gemacht, gemeinsam einen eigenen Raum für Mädchen* und junge Frauen* zwischen 10 und 21 Jahren zu schaffen.

Die Belastbarkeit eines ehrenamtlichen Vorstandes ist zu beachten und führte dazu, dass wir kein „Riese“ geworden sind, aber ein lebendiger, kritischer „Zeitgeist“ geblieben ist. Qualitätssicherung in Verbindung mit zunehmender Geldknappheit der öffentlichen Haushalte erfordert ständige Auseinandersetzung, um einerseits Resignation oder kritiklose Anpassung zu vermeiden und andererseits den selbstgesetzten Maßstäben gerecht zu bleiben.

Im Mittelpunkt stehen nach wie vor die Bedürfnisse und Anforderungen der Klient*innen, der Qualitätsanspruch unserer Arbeit und nicht zuletzt auch die Kapazitäten der Mitarbeiter*innen. Durch Vernetzung und Kooperationen können vorhandene Ressourcen effektiver genutzt werden. Wir bleiben innovativ und werden gesellschaftliche Entwicklungen bedarfsorientiert und qualitätvoll umsetzen.

Zeitstrahl